Geistliches Netzwerk Nord


 

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Begleitet werden oder:
Wie finde ich „meinen Staupitz“? 

 

Immer mehr Menschen suchen „geistliche Begleitung“, d.h. einen Menschen, der aus eigener Erfahrung in der Lage ist, andere auf ihrem spirituellen Weg zu begleiten. Jemand, der aufmerksam zuhört und mich wahrnimmt in meiner Lebenssituation; ein Gegenüber, dem ich „meine Geschichte mit Gott“ erzählen kann und der meine Glaubenszweifel ernst nimmt; einer oder eine, die keine Scheu hat, mit mir zu beten, mich zu segnen oder mir die Beichte abzunehmen, wenn ich es brauche.  

Von daher beschreibt Geistliche Begleitung eine wesentliche Handlungsform seelsorgerlicher Tätigkeit, in der es um die kompetente Begleitung von Einzelnen und Gruppen auf dem jeweils eigenen Glaubensweg geht. Geistliche Begleitung geht von der Annahme aus, dass Gott jeden Menschen bei seinem Namen gerufen hat – auf einen je ureigenen und persönlichen Weg. Diese ganz persönliche Berufung gilt es zu entdecken und zu beantworten.  

In dieser Form der Begleitung geht es einerseits um geistliche Persönlichkeitsentwicklung, andererseits um Hilfestellung für ein individuelles geistliches Leben im Alltag. Dies ist der Grund für eine vertiefte Praxis der Gemeindearbeit, die Spiritualität, persönliches Gebet und Meditation als selbstverständlichen Teil des Lebens und Arbeitens begreift. Nur wer aus der Quelle lebt, kann auch davon weitergeben. 

Martin Luther hatte „seinen Staupitz“, Seelsorger und Beichtvater, ein Begleiter auf stürmischem Lebensweg. Ein schönes Ziel wäre es, wenn jedeR im Bereich der eigenen Gemeinde oder zumindest im Kirchenkreis einen „Staupitz“ für sich finden könnte.

 

 
 

 

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